Die Geschichte vom Wirbelwind und dem Anker
- Tabea Shmooeli

- 18. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Es war einmal ein Kind namens Noah.
Noah war wie ein Wirbelwind: voller Ideen, voller Energie, immer unterwegs. Er konnte blitzschnell neue Dinge entdecken, lachen und sich begeistern. Aber manchmal wurde der Wirbelwind so stark, dass er Noah selbst davontrug – er konnte dann nicht mehr zuhören, vergaß Dinge oder stieß andere aus Versehen an.
Das machte Noah traurig, weil er eigentlich freundlich und klug war.
Eines Tages erzählte ihm eine weise Frau vom Anker.
„Jeder Wirbelwind braucht einen Anker, um nicht davonzufliegen“, sagte sie. „Der Anker sind kleine Tricks, die dir helfen, deine Kraft zu lenken.“
Sie zeigte ihm drei Anker:
1. Der Atem-Anker – Wenn Noah merkte, dass der Wind in ihm zu stark wurde, atmete er dreimal tief ein und aus. So wurde der Sturm ein bisschen ruhiger.
2. Der Zettel-Anker – Noah schrieb oder malte wichtige Dinge auf einen Zettel. So vergaß er weniger und fühlte sich sicherer.
3. Der Bewegungs-Anker – Wenn er lange stillsitzen musste, durfte er zwischendurch kurz aufstehen, hüpfen oder laufen. Danach konnte er wieder besser zuhören.
Mit der Zeit merkte Noah: Der Wirbelwind war kein Feind. Er machte ihn besonders – kreativ, schnell im Denken und voller Mut. Aber mit seinen Ankern konnte er bestimmen, wann der Wind stark wehen durfte und wann er leise sein sollte.
Und so lernte Noah, mit seinem Wirbelwind zu tanzen.

Kommentare