Werteorientierte Unterstützung für die Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften, Eltern und Lehrkräften
- Tabea Shmooeli

- 29. Aug. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Dez. 2025
In der heutigen Zeit stehen Lehrkräfte, Pädagog:innen und Eltern vor vielen Herausforderungen. Die Erziehung von Kindern mit gesondertem Bedarf ist eine wichtige Aufgabe, die sowohl Freude als auch Schwierigkeiten mit sich bringt. Werteorientierte Unterstützung hilft dabei, diese Herausforderungen zu meistern. Dieser Blogbeitrag handelt von den verschiedenen Aspekten der werteorientierten Unterstützung zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften.
Was ist werteorientierte Unterstützung?
Werteorientierte Unterstützung bedeutet, dass päd. Fachkräfte und Eltern sich auf gemeinsame Werte konzentrieren, um die Entwicklung des Kindes zu fördern. Diese Werte können Respekt, Empathie, Verantwortung und Teamarbeit umfassen. Wenn Pädagog:innen und Eltern diese Werte in ihrer Arbeit und im Alltag leben, schaffen sie eine positive Umgebung für die Kinder.
Werteorientierte Unterstützung ist nicht nur wichtig für die Entwicklung von Kindern, sondern auch für die Beziehung zwischen Lehrkräften, Pädagog:innen und Eltern. Wenn beide Seiten an einem Strang ziehen, werden die besten Ergebnisse für und mit dem Kind erzielt.
Die Rolle der Kommunikation
Eine offene und ehrliche Kommunikation ist entscheidend für die werteorientierte Unterstützung. Erzieher:innen, Eltern und Lehrkräfte sollten regelmäßig miteinander sprechen, um ihre Erwartungen und Ziele zu klären. Hier sind einige Tipps für eine effektive Kommunikation:
Regelmäßige Treffen: Planen Sie regelmäßige Treffen, um über die Fortschritte des Kindes zu sprechen. Dies kann wöchentlich oder monatlich geschehen.
Offene Fragen stellen: Stellen Sie Fragen, die zu einem Dialog anregen. Zum Beispiel: "Wie geht Ihrem Kind in der Schule?" oder "Welche Werte sind Ihnen in der Erziehung wichtig?"
Aktives Zuhören: Hören Sie aktiv zu, wenn der andere spricht. Zeigen Sie Interesse an den Gedanken und Gefühlen des anderen.
Durch eine gute Kommunikation können Missverständnisse vermieden und eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden.
Werte in der Erziehung
Werte spielen eine zentrale Rolle in der Erziehung. Sie helfen Kindern, ein Gefühl für richtig und falsch zu entwickeln. Hier sind einige wichtige Werte, die in der Erziehung vermittelt werden sollten:
Respekt: Kinder sollten lernen, andere Menschen zu respektieren, unabhängig von deren Herkunft oder Meinungen.
Empathie: Es ist wichtig, dass Kinder lernen, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen. Dies fördert soziale Fähigkeiten und Freundschaften.
Verantwortung: Kinder sollten Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen. Dies kann durch kleine Aufgaben im Alltag geschehen.
Teamarbeit: Kinder sollten lernen, im Team zu arbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden. Dies ist eine wichtige Fähigkeit für das spätere Leben.
Indem Erzieher und Eltern diese Werte vorleben, können sie die Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen.
Praktische Tipps für Erzieher:innen
Sie, als Erzieher:innen oder Lehrkraft spielen eine wichtige Rolle in der werteorientierten Unterstützung. Hier sind einige praktische Tipps, die Sie in ihrer täglichen Arbeit umsetzen können:
Vorbild sein: Erzieher.innen und Lehrkräfte sollten die Werte, die sie vermitteln möchten, selbst leben. Kinder lernen durch Nachahmung.
Wertvolle Gespräche führen: Nutzen Sie Gelegenheiten, um mit den Kindern über Werte zu sprechen. Dies kann in Form von Geschichten oder Rollenspielen geschehen.
Positive Verstärkung: Loben Sie Kinder, wenn sie die gewünschten Werte zeigen. Dies motiviert sie, diese Verhaltensweisen beizubehalten.
Eltern einbeziehen: Arbeiten Sie eng mit den Eltern zusammen, um die Werte zu fördern. Teilen Sie Ideen und Ressourcen, die den Eltern helfen können.
Durch diese Maßnahmen können Erzieher einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder ausüben.
Praktische Tipps für Eltern
Sie als Eltern haben ebenfalls eine wichtige Rolle in der werteorientierten Unterstützung. Hier sind einige Tipps, die Sie in ihrem Alltag umsetzen können:
Werte im Alltag leben: Kinder beobachten und lernen von Ihnen. Leben Sie die Werte indem Sie zeigen, wie man respektvoll miteinander umgeht.
Gemeinsame Aktivitäten: Unternehmen Sie gemeinsame Aktivitäten, die Werte fördern. Dies kann ein Besuch im Tierheim oder das gemeinsame Kochen eines gesunden Essens sein.
Offene Gespräche: Sprechen Sie regelmäßig mit Ihren Kindern über Werte. Fragen Sie sie, was sie über bestimmte Themen denken und hören Sie aktiv zu.
Die Bedeutung von Gemeinschaft
Eine starke Gemeinschaft kann die werteorientierte Unterstützung von Pädagog:innen und Eltern erheblich verbessern. Wenn Sie zusammenarbeiten, schaffen Sie somit eine positive Umgebung für das Kind. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Gemeinschaften unterstützen können:
Elternabende/Workshops: Organisieren Sie regelmäßige Elternabende oder Workshops, um den Austausch zwischen Eltern und ErzieherInnen und Lehrkräften zu fördern.
Gemeinsame Veranstaltungen: Planen Sie Veranstaltungen, bei denen Eltern und Erzieher zusammenkommen können. Dies kann ein Sporttag oder ein Familienfest sein.
Ressourcenaustausch: Teilen Sie Ressourcen und Informationen, die für die Erziehung von Bedeutung sind. Dies kann in Form von Büchern, Artikeln oder Workshops geschehen.
Eine starke Gemeinschaft kann dazu beitragen, dass Erzieher und Eltern sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam an einem Strang ziehen.
Herausforderungen und Lösungen
Es gibt viele Herausforderungen, denen Pädagog:innen, Lehrkräfte und Eltern gegenüberstehen. Hier sind einige häufige Herausforderungen und mögliche Lösungen:
Zeitmangel: Viele Eltern und Erzieher haben einen vollen Terminkalender. Eine Lösung könnte sein, feste Zeiten für Gespräche und Treffen einzuplanen.
Belastungen und Stress:
Hohe Anforderungen aus verschiedensten Richtungen oder aber auch der Selbstanspruch verursachen Stress und Belastungen, die die Wahlmöglichkeiten der Perspektiven einschränken können. Zeiten der Reflektion, wie auch Gebet und Meditationen können unterstützen, innere Klarheit über Prioritäten zu entwickeln, die entlastet und stärkt.
Unterschiedliche Werte: Manchmal haben Eltern und Erzieher unterschiedliche Ansichten über Werte. Offene Kommunikation und Kompromisse können helfen, diese Unterschiede zu überbrücken.
Fehlende Ressourcen: In einigen Fällen fehlen Ressourcen, um Werte zu fördern. Hier können Gemeinschaften und Organisationen unterstützen, indem sie Materialien und Informationen bereitstellen.
Indem ErzieherInnen, Lehrkräfte und Eltern gemeinsam an Lösungen arbeiten, können sie die Herausforderungen meistern und die Entwicklung der Kinder fördern.
Ein Blick in die Zukunft
Die werteorientierte Unterstützung wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Erziehung spielen. Es ist entscheidend, dass Erzieher und Eltern weiterhin zusammenarbeiten, um die besten Ergebnisse für die Kinder zu erzielen.
Fortbildung: Erzieher sollten sich regelmäßig fort- und weiterbilden, um neue Ansätze und Methoden kennenzulernen.
Technologie nutzen: Nutzen Sie digitale Plattformen, um den Austausch zwischen Eltern und Erziehern zu fördern. Dies kann durch Online-Meetings oder Gruppen-Chats geschehen.
Feedback einholen: Erzieher sollten regelmäßig Feedback von Eltern einholen, um ihre Arbeit zu verbessern und die Bedürfnisse der Kinder besser zu verstehen.
Durch diese Maßnahmen können Erzieher und Eltern die werteorientierte Unterstützung weiterentwickeln und an die Bedürfnisse der Kinder anpassen.

Gemeinsam stark
Gemeinsam stark lebt davon, dass jeder in seiner Rolle anerkannt wird- Eltern als Experten für ihr Kind, pädagogische Fachkräfte als Experten für Entwicklung, Bildung und Gruppensituationen.
Damit beide Seiten nicht nebeneinander, sondern wirklich miteinander wirken, braucht es ein paar verbindende Prinzipien:
1. Gemeinsame Werte als Basis
Respekt: Jeder bringt eine wertvolle Perspektive ein.
Transparenz: Entscheidungen werden gemeinsam nachvollziehbar gemacht.
Vertrauen: Eltern dürfen sich darauf verlassen, dass die Einrichtung das Kind im Sinne seiner Entwicklung begleitet – umgekehrt vertrauen die Fachkräfte den Eltern als wichtigste Bezugspersonen.
2. Klare Rollen, keine Konkurrenz
Eltern: kennen das Kind in seiner Persönlichkeit, seiner Geschichte, seiner häuslichen Lebenswelt.
Fachkräfte: kennen Entwicklungsprozesse, pädagogische Methoden, Gruppendynamiken.
→ Wenn beide ihr Wissen zusammenlegen, entsteht ein vollständigeres Bild des Kindes.
3. Kommunikation als Schlüssel
Offene Gespräche: nicht nur bei Problemen, sondern regelmäßig im Alltag.
Dialog statt Belehrung: Fragen stellen („Wie erleben Sie das zuhause?“) und Angebote machen („Wir sehen im Kita-Alltag …“).
Verständliche Sprache: Fachbegriffe vermeiden, stattdessen praxisnah erklären.
4. Praktische Formen von „Gemeinsam stark“
Entwicklungsgespräche als Partnerschaftsgespräche gestalten.
Elterncafés oder Themenabende: Werte gemeinsam besprechen.
Gemeinsame Projekte (z. B. ein Garten, Feste, Waldtage), bei denen Eltern und Fachkräfte kooperieren.
Feedback-Kultur: Eltern dürfen Rückmeldungen geben, Fachkräfte spiegeln Beobachtungen.
5. Haltung: „Wir ziehen am gleichen Strang“
Statt „Eltern vs. Einrichtung“ → „Wir für das Kind“.
Die gemeinsame Botschaft an das Kind lautet: „Alle Erwachsenen um dich herum arbeiten zusammen, damit du dich sicher, geborgen und stark entwickeln kannst.“


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